Buchtipp

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16.05.2012 | Finanzentscheidungen, Teamentscheidungen

Hoppmann - Eine unternehmerische Alternative

Wolfgang Belitz (Hg)

Klaus Hoppmann

Eine unternehmerische Alternative -
Mit demokratischer Beteiligung und sozialer
Gerechtigkeit zum wirtschaftlichen Erfolg

Pabst Science Publishers, Mai 2011

ISBN : 978-3-89967-715-7

Das Buch – eine Sammlung unterschiedlichster Artikel und Forschungsarbeiten -  ist leider nicht ganz leicht zu lesen. Vieles bleibt beim Lesen etwas trocken und abstrakt. Doch wer sich hoch motiviert dem Modell widmet, wird das Buch von Anfang bis Ende durchforsten und findet Anregungen für sein eigenes Unternehmen.

Dem Leser begegnet einerseits ein nüchtern, sozialethisches und - trotz der Betonung der Demokratie - ein "von oben" geführtes System. Anderseits kann sich der Leser von dem überaus beeindruckenden, langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens überzeugen.

Das Buch zeigt auch, dass Hoppmann heute ein Unternehmen im leisen Wandel (S.155) ist. Die Teamarbeit, einst als wichtige vierte Säule neben der Stiftung, dem Wirtschaftsausschuss und der Erfolgsbeteiligung eingeführt, ist irgendwie etwas eingeschlafen und soll neu belebt werden. Doch kommt diese Initiative wiederum von der Geschäftsleitung – also von oben. Ein altes Muster, man fragt sich: Wird das den nötigen Wandel einleiten können?

Beim Lesen stellt sich immer mal wieder die Frage: Darf das Modell überhaupt in Frage gestellt werden, oder ist es – moralisch – „so“ gut, dass sich Kritik verbietet? Wird diese Frage mit Mitarbeitern und externen Beobachtern überhaupt diskutiert? Ein offener Dialog über das Grundmodell scheint - zumindest intern - nicht geführt zu werden. Demokratie?

Warum sollte ein Unternehmer dieses Buch überhaupt lesen?

Eine Frage, die mich als Coach von Unternehmen schon beschäftigt: Warum gibt es so wenig Nachahmer dieses wirtschaftlich und menschlich erfolgreichen Unternehmens?

Diese Frage kann mir das Buch leider nicht beantworten. Doch es liefert Stoff für eine Hypothese: Hoppmann ist ein in sich schlüssiges System, das um Nachahmer zu finden erst (wieder) lebendiger werden müsste. Statt der sogenannten stillschweigenden „Neutralisierung des Kapitals“ (S.101),  könnte eine Humanisierung  und Belebung der (Arbeits)welt vielleicht durch die Frage gefördert werden: Welche Rolle spielt das Geld und die Beziehung der Quelle des Modell (Unternehmer Hoppmann), Geschäftsführung, der Mitarbeiter zum Geld? Spannend wäre es, diese Frage einmal mit Unternehmensvertretern zu reflektieren.

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

 

Neugierig? Hier können Sie gleich das Buch bestellen.

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