Kolumne

FCM-Blick auf den Finanzmarkt

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06.11.2009 | Geld, Finanzberatung

Mut zum Misstrauen

Mehr Vertrauen! Wir müssen wieder Vertrauen schaffen – das ist zurzeit der Tenor bei Banken in Politik und Medien. In der Krise will man mit Vertrauen gegensteuern. Das Misstrauen in Wirtschafts- und Finanzbeziehungen ist also vorhanden und wird wahrgenommen.

Doch ist Misstrauen wirklich die Ursache allen Übels?
Und ist Vertrauen die Lösung unserer Probleme?

Wer Vertrauen will, muss mit Misstrauen umgehen können. Das ist alles andere als einfach und wird vom Marketing bisher erfolgreich boykottiert. Vertrauen in andere Menschen und das Geschehen um uns herum ist wichtig, aber kein Dauerzustand. Wie Ein- und Ausatmen den Körper mit Sauerstoff versorgt, so gehört zu jeder guten Beziehung die Spannung zwischen Vertrauen und Misstrauen.

Vertrauen muss immer wieder getestet und neu hergestellt werden.
Gerade krampfhaft aufrecht erhaltenes Scheinvertrauen kann Beziehungen vergiften und ihren Fortbestand gefährden. Im Gegenteil: Wir brauchen Misstrauen. Und Berater und Kunden, die es offen ansprechen können.

Misstrauen kann gesund und nützlich sein.
Die Lösung ist, es zu integrieren, anzuerkennen und selbstbewusst zu kommunizieren. Nur so können wir die Beziehung zum Gegenüber klären. Nur so können wir uns unserem Kunden, Partner oder Berater wieder nähern.

Ein solcher Umgang mit Misstrauen braucht Selbstvertrauen auf beiden Seiten. Letztendlich schafft also Misstrauen, das wir mutig angehen, neues Vertrauen und somit stärkere Beziehungen zwischen Banken, Beratern und Kunden, die auch eine Krise überstehen.

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Medienspiegel: Reden hilft - (FTD, Jul 09)

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